Aqara G100: Kleine Kamera, großer Smart-Home-Nutzen
Meine Erfahrung und Einordnung der Aqara Camera G100 als 2K-Innen- und Außenkamera mit HomeKit Secure Video, Wi-Fi 6 und Nachtsicht.
Veröffentlicht · 23. Januar 2026

Kameras am Haus sind ein Thema, bei dem ich schnell vorsichtig werde.
Nicht, weil ich Technik an der Stelle uninteressant finde. Eher im Gegenteil. Aber zwischen „ich will sehen, was los ist“ und „mein Zuhause fühlt sich plötzlich an wie ein schlecht gelaunter Flughafen“ liegt ein schmaler Grat.
Die Aqara Camera G100 ist für mich interessant, weil sie klein, flexibel und nicht unnötig dramatisch wirkt.
Eine Kamera für drinnen und draußen
Die G100 ist als Innen- und Außenkamera gedacht, liefert 2K-Auflösung, einen weiten Blickwinkel, Wi-Fi 6 auf 2,4 GHz, Bluetooth, lokale Speicherung per microSD und Unterstützung für HomeKit Secure Video, Google und Alexa.
Dazu kommen KI-Erkennung und zwei Nachtsichtvarianten: klassisch per Infrarot oder farbig mit Spotlight.
Das klingt nach viel für so ein kleines Ding.
Aber der Alltagspunkt ist einfacher: Ich möchte nicht für jeden Ort am Haus eine völlig andere Lösung suchen.
Warum Aqara hier gut passt
Aqara ist für mich spannend, weil viele Geräte ziemlich pragmatisch sind.
Nicht immer perfekt, nicht immer luxuriös, aber oft genau in dieser Smart-Home-Zone, in der ein Produkt genug kann, ohne das ganze Setup neu zu erfinden.
Bei der G100 kommt noch dazu, dass sie für eine Smart-Home-Kamera erstaunlich günstig ist. Das macht sie nicht automatisch gut, aber es senkt die Hemmschwelle deutlich, wenn man erstmal eine Ecke testen will, ohne gleich ein kleines Sicherheitsbudget aufzumachen.
Die G100 passt da gut rein. Sie ist keine fette Kamera, die optisch sofort „Sicherheitstechnik“ brüllt. Eher ein kleiner Blickpunkt für Stellen, an denen man wissen will, was passiert.
Eingang, Garage, Gartenhaus, Flur, Haustürbereich. Solche Orte.
Was ich daran mag
- 2K ist für Übersicht sinnvoll. Kinoqualität braucht es nicht, aber Details sollen auch nicht sofort matschen.
- Innen und außen macht sie flexibel. Man kauft nicht direkt eine Speziallösung für jede Ecke.
- HomeKit Secure Video ist beruhigend. Gerade bei Kameras ist Datenschutz kein kleines Detail.
- Farbige Nachtsicht kann praktisch sein. Nicht immer nötig, aber besser als nur graue Geisterbilder.
- Lokale Speicherung ist ein Plus. Cloud ist nett, lokale Kontrolle ist netter.
In Kombination mit der Aqara G4 Video Doorbell ergibt sich ein Setup, das die wichtigsten Stellen rund ums Haus abdecken kann, ohne direkt nach Profi-Installation auszusehen.
Die ehrlichen Grenzen
Eine kleine Kamera bleibt eine kleine Kamera.
Sie braucht Strom, sie braucht stabiles WLAN und sie braucht einen sinnvoll gewählten Blickwinkel. Wenn man sie irgendwo hinklebt und hofft, dass schon alles passt, wird man wahrscheinlich eine sehr gute Aufnahme von der falschen Wand bekommen.
Außerdem sollte man bei Kameras immer kurz überlegen, was man wirklich sehen muss. Mehr Kamera ist nicht automatisch mehr gutes Gefühl.
Würde ich sie empfehlen?
Ja, wenn du eine kompakte Smart-Home-Kamera suchst, die sich gut in bestehende Systeme einfügt.
Es geht dabei nicht darum, jeden Winkel des Lebens zu filmen, sondern um diese wenigen Stellen, bei denen Überblick wirklich hilfreich ist.
Die Aqara G100 ist für mich gutes Zeug, wenn sie gezielt eingesetzt wird. Genau dann fühlt sie sich praktisch an und nicht nervig.
✦Die Aqara G100 ist spannend, weil sie eher wie ein kleines Werkzeug für mehr Überblick wirkt als wie ein Sicherheitsprojekt.
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