Ember Mug 2: Die smarte Tasse für ein sehr echtes Luxusproblem
Meine Erfahrung mit der Ember Mug 2 im Homeoffice: Temperatur halten, Kaffee nicht vergessen und warum eine smarte Tasse weniger albern ist, als sie klingt.
Veröffentlicht · 10. April 2026

Eine smarte Tasse klingt erstmal wie der Endgegner unnötiger Technik.
Ich verstehe das.
Eine Tasse ist seit ein paar tausend Jahren ein ziemlich gelöstes Problem. Flüssigkeit rein, trinken, fertig.
Und trotzdem sitze ich im Homeoffice regelmäßig da, vergesse meinen Kaffee, nehme einen Schluck und werde daran erinnert, dass Raumtemperatur kein Geschmack ist.
Die Ember Mug 2 löst genau dieses sehr kleine, sehr echte Luxusproblem.
Was sie macht
Die Idee ist simpel: Du stellst eine Trinktemperatur ein, und die Tasse hält dein Getränk warm.
Nicht kochend heiß und auch nicht „ich habe die Mikrowelle unterschätzt“, sondern angenehm trinkbar.
Auf dem Untersetzer bleibt sie dauerhaft bereit, ohne Untersetzer hält der Akku je nach Größe eine Weile durch. Ember selbst spricht bei der Mug 2 von bis zu 1,5 Stunden bei der kleineren Variante und rund 80 Minuten bei der größeren.
Das reicht für meinen Alltag völlig, weil mein Problem nicht ein achtstündiger Kaffee ist. Mein Problem ist ein Kaffee, den ich 20 Minuten zu lange vergessen habe.
Warum das im Homeoffice sinnvoll ist
Im Büro trinkt man Kaffee oft nebenbei auf dem Weg irgendwohin.
Im Homeoffice steht er neben der Tastatur und wartet darauf, dass ich mich in einem Problem verliere.
Ein Debugging-Loop, ein längerer Call, eine Nachricht, die eigentlich nur kurz beantwortet werden sollte, und plötzlich ist aus gutem Kaffee traurige braune Erinnerung geworden.
Die Ember Mug 2 verhindert nicht, dass ich mich verzettele.
Aber sie bestraft mich weniger dafür.
Das ist nett von ihr.
Was ich daran mag
- Kaffee bleibt im guten Fenster. Nicht zu heiß, nicht lauwarm, einfach trinkbar.
- Sie ist im Alltag unspektakulär. Auf den Untersetzer stellen, benutzen, fertig.
- Die App ist kein Muss-Gefühl. Einmal einstellen, dann muss ich nicht dauernd daran herumspielen.
- Sie macht ein kleines Ritual besser. Das klingt kitschig, stimmt aber.
Die ehrlichen Nachteile
Sie ist teuer für eine Tasse.
Das kann man nicht schönreden.
Außerdem ist sie kein Thermobecher für unterwegs und auch nichts, was man gedankenlos in die Spülmaschine wirft. Sie will ein bisschen bewusster behandelt werden als eine normale Tasse aus dem Küchenschrank.
Und ja: Man kann Kaffee auch einfach schneller trinken.
Theoretisch.
Würde ich sie empfehlen?
Ja, aber nicht jedem.
Wenn du Kaffee oder Tee ohnehin sofort trinkst, spar dir das Geld. Wenn du aber wie ich regelmäßig neben einer halb vergessenen Tasse sitzt, ist die Ember Mug 2 schnell selbstverständlich.
Sie ist kein notwendiges Gadget.
Sie ist ein Komfort-Gadget.
Aber ein verdammt gutes.
✦Die Ember Mug 2 ist komplett unnötig, bis man sie benutzt. Danach ist kalter Kaffee plötzlich persönlich beleidigend.
Mehr gutes Zeug
Game ChangerSureFeed Mikrochip Futterautomat: Wie drei Katzen endlich ihr eigenes Futter fressen
Meine Erfahrung mit dem SureFeed Mikrochip Futterautomat bei drei Katzen, zwei Spezialfuttern und einer Katze, die dreimal so schnell frisst wie die anderen.
Ich muss beim Füttern nicht mehr daneben stehen und aufpassen, wer welchen Napf leer macht. Jede Katze kommt an ihr eigenes Futter, auch die langsame.
Game ChangerTRMNL BWRY: Ein E-Ink-Display gegen abgelaufenen Joghurt
Meine Erfahrung mit dem TRMNL BWRY als Küchendisplay für einen selbst gebauten Kühlschrank-Tracker mit MHD-Liste, Müllkalender und ehrlicher Wegwerf-Statistik.
Vier Farben, ein Blick beim Kaffeeholen, und abgelaufener Joghurt ist bei uns von der Regel zur Ausnahme geworden.
Game ChangerSigenergy PV-Anlage: vier Wochen ohne eine einzige echte Kilowattstunde aus dem Netz
Meine ersten vier Wochen mit einer Sigenergy PV-Anlage samt SigenStor-Speicher und Home-Assistant-Anbindung per Modbus TCP: warum ich gerade keine echte Kilowattstunde aus dem Netz ziehe und wo der Haken liegt.
Vier Wochen, keine echte Kilowattstunde aus dem Netz, und ein neues, leicht peinliches Hobby: dem eigenen Dach beim Geldverdienen zusehen.